Fußballfans auf Stadionfahrt

(tr) Am 16. März standen weder ein Hallenturnier noch ein Freundschafts- oder Vorbereitungsspiel im Teamkalender. An diesem Samstag fuhren unsere SVSL-Fußballmädchen auf den FC-Bayern-Campus (einer kleinen und feinen Spielstätte für 2500 Zuseher) zum Bundesliga-Heimspiel der FC-Bayern-Frauen gegen das Gästeteam von RB Leipzig. Die sportlichen Rollen waren klar verteilt: Bei den Bayern-Frauen ging es darum, sich auf Platz eins vom großen Meisterschafts-Konkurrenten aus Wolfsburg abzusetzen. Für die Sächsinnen war es das Ziel, vielleicht einen Punkt für den Abstiegskampf mitzunehmen.

Für viele unserer Juniorinnen war es der erste Stadionbesuch und so ein Ereignis beginnt bekanntlich schon vor dem Anpfiff. Fotos mit den beiden (!) Maskottchen machen, ein frühes Mittagessen vom Kiosk bei lauter Musikbeschallung genießen und sich mal ausführlich den Ausbildungsstandort der FCB-Fußballer:innen im hohen Münchener Norden ansehen.

Pünktlich um 12:00 Uhr wurde angepfiffen. So mancher Bayern-Fan war erstmal verwirrt. Die Roten (mit weiß) waren die Leipzigerinnen. Die Bayern-Frauen spielten zum ersten Mal im Lena-Gercke-Designertrikot, eine feine und sehr ansehnliche Spielkleidung in schwarz mit starken rosa Akzenten. Spannend war das Spiel schon nach vier Minuten nicht mehr, so kurz brauchten die FCB-Frauen, um für ein zwischenzeitliches 2:0 zu sorgen. Dies tat der guten Laune natürlich keinen Abbruch und nach 39. Minuten war das Fanherz überglücklich: „Unsere Sydney“ wurde eingewechselt. Das Spiel braucht keine weitere ausführliche Beschreibung. Das Endergebnis in Höhe von 5:0 lässt erahnen, welches Team einen beinahe perfekten Tag erwischt hatte.

Uns alle hat dann erstmal ein Regenschauer erwischt, als wir nach dem Spiel auf die Autogrammjagd gingen, besser gesagt unsere Juniorinnen. Der Erwachsene staunte, was die Idole alles signieren dürfen. Nicht nur Autogrammkarten und Trikots, auch Handyschalen und Sneaker (weiße Turnschuhe) wurden mit schwarzem Edding veredelt. Noch nie waren wir Giulia Gwinn, Pernille Harder, Lea Schüller, Georgia Stanway und Klara Bühl so nahe.

Wobei, da fehlt doch eine… Unter der großen Freude der anwesenden Fans und von uns allen hatte Sydney Lohmann in ein Mikrofon soeben verkündet, Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag bis zum Juni 2026 mit dem FC Bayern zu verlängern. (Also ein super Grund für uns, den Bayern Campus in den nächsten zwei Jahren öfter zu besuchen.) Dann war Sydney weg, der Regen wurde stärker, Giulia Gwinn hatte nach 20 Minuten und in aller Seelenruhe alle Autogramm- und Selfiewünsche erfüllt und der Vorplatz lichtete sich. Keine Sydney weit und breit, obwohl wir sicher waren, dass das anders ausgemacht war. Es wurde sogar gemunkelt, sie hätte ein Matchtrikot für uns…

Als eine Nachfrage beim FCB-Betreuerteam die Hoffnung weiter schwinden ließ und die Winterjacken bereits ein wenig durchnässt waren, geschah des so sehr Erhoffte. Sydney kam mit Ihrer Sporttasche aus der Glastür vom Stadion und nahm sich nun die Zeit (davor hatte sie ja keine!) für uns. Für Fotos, kurze Gespräche und Autogramme. Dazu übergab sie uns ein klassisches Lohmann-Bayern-Trikot, das seinen Platz in einem Rahmen im Sportheim Lengenfeld finden wird, dem Ort, an dem Sydney als kleines Mädchen zum ersten mal die Fußballschuhe geschnürt bekam.

[Randnotiz für älteres Semester: Einem unserer aufmerksamen Trainer entging es nicht, dass Franck Ribéry im schwarzen Flitzer vorbei an den Autogrammjägern auf den eingezäunten Parkplatz fuhr. Zur Belohnung gab es ein sehr ansehnliches Selfie.]

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